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Installation

 

Behandlung

Hartholz ist ein lebender Werkstoff, es reagiert auf Variationen der relativen Luftfeuchtigkeit. Holz quillt im Sommer und schwindet im Winter. Um das Quellen und Schwinden Ihres Hartholzbodens zu vermindern, wird empfohlen, die relative Luftfeuchtigkeit des Hauses ganzjährig auf 45 % zu halten. Vor dem Legen des Bodens müssen die Wandgipsplatten ausgefugt sein, ein eventueller Zementestrich muss gegossen, und die Heizanlage installiert und funktionsfähig sein. Alles muss trocken sein. Am Besten lässt man das Holz für mindestens 24 Stunden bei der empfohlenen relativen Luftfeuchtigkeit in Verlegenähe akklimatieren.

Bestimmung des Feuchtigkeitsüberschusses in Zementböden

Gummiteppichmethode (funktioniert nur mit hellem Beton)

Einen glatten Gummiteppich flach auf den Zementboden legen und beschweren, so dass die Feuchtigkeit nicht entweichen kann. Den Teppich 24 Stunden liegen lassen; dunkle, feuchte Flecken auf der abgedeckten Zementfläche zeigen zu hohe Feuchtigkeit an.

Test mit Polyethylen

Ein Polyethylenquadrat von 30 cm Seitenlänge mit feuchtigkeitsbeständigem Klebband auf den Zementboden kleben; die vier Ecken gut abdichten. Wenn sich nach 24 Stunden keine Kondensation unter der Kunststofffolie gebildet hat, ist der Boden trocken genug, um das Parkett zu installieren.

Einbaumethode auf Zementestrich

Sperrholz auf Zementestrich

Den Zementestrich erst mit einer Dampfsperre aus Bitumenfilz, Baukarton oder Polyethylen abdecken.

Bitumenfilz und Baukarton

Erst Haftgrundierung auf den Boden auftragen, dann Gussasphalt mit einem gezahnten Spachtel aufbringen (1 m2 / Liter). Zwei Stunden trocknen lassen. Die Dampfsperrfolie ausrollen und die Ränder etwa 10 cm überlappen lassen, die Enden abschneiden. Darüber eine zweite Schicht Dampfsperrfolie in derselben Richtung auslegen, aber die Überlappung versetzen, so dass die Dicke überall gleich ist.

Polyethylen

Wenn der Estrich wesentlich höher als der Erdboden liegt, und wenn die jährliche Niederschlagsmenge niedrig bis mittelhoch ist, muss der Boden flächendeckend mit einer Polyethylenfolie von 0,10 mm bis 0,15 mm ausgelegt werden. Dabei die Kanten 10 cm bis 15 cm überlappen und die Folie außen überall überragen lassen, um sie unter den Rand an der Wand gleiten zu können.

Bei ungünstigen Feuchtigkeitsbedingungen eine Schicht Haftgrundierung auf den Zementestrich auftragen und Gussasphalt kalt mit einem glatten oder feingezahnten Spachtel darüber aufbringen (2 m2 / Liter). Mindestens 90 Minuten trocknen lassen. Die Polyethylenfolie auf dem Estrich ausrollen und die Kanten 10 bis 15 cm überlappen lassen.

In beiden Fällen die Folie flach ausbreiten oder beim Ausrollen darauf laufen und auf jeden Quadratzentimeter Fläche Druck ausüben, um eine genügende Haftung zu gewährleisten. Luftblasen anstechen, damit die eingeschlossene Luft entweichen kann.

Nach der Dampfsperre das Sperrholz verlegen. Die Platten aus wetterfestem Sperrholz, auf die das Parkett genagelt wird, müssen auf der gesamten Fläche ausgelegt werden, aber nicht zu dicht. Zwischen Platte und Wandlinie muss 20 mm Abstand gehalten werden, zur benachbarten Sperrholzplatte in allen Richtungen 5 bis 10 mm. Das Sperrholz so zuschneiden, dass der Abstand zu Zargen und anderen Hindernissen, die nicht mit Holz verkleidet werden 3 mm beträgt. Das Sperrholz diagonal zur Richtung des fertigen Parketts legen, um zu verhindern, dass sich Risse entlang der Kanten der Sperrholzplatten bilden. Das Sperrholz mit einem Magazinnagler auf den Zement nageln. Dazu in der Mitte der Platte beginnen und anschließend die Seiten befestigen. Genügend Nägel eintreiben, dass das Sperrholz gleichförmig und solide verankert wird.

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Bei Heizestrichen keinen Magazinnagler und keine Betonnägel benutzen. Statt dessen große Sperrholzplatten längs halbieren; die Plattenteile auf der Rückseite in einem Raster von etwa 30 cm x 30 cm etwa 15 mm tief einkerben und auf Gussasphalt verlegen, der mit einem 5 mm breit gezahnten Spachtel aufgetragen wurde (0,7 m2 / Liter).

Sperrholz auf Blindboden (Verlegehölzer)

Für einen schwimmenden Estrich kann man Holzlatten verschiedener Länge (0,5 bis 1,2 m) nehmen, aus trockenem, mit Holzschutzmittel behandeltem Holz.

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Als erstes den Zementboden sauber fegen; eine Haftgrundierung aufbringen und trocknen lassen. Gussasphalt heiß oder kalt aufbringen und die Verlegehölzer installieren. Die Fugen versetzen. Die Enden der Verlegehölzer müssen mindestens 10 cm lang parallel und auf 12 mm Abstand voneinander liegen. Sicherstellen, dass genügend Asphalt für völligen Kontakt zwischen den Verlegehölzern und dem Zementestrich vorhanden ist. Einen Abstand von 20 mm zwischen den Enden der Verlegehölzer und der Wand lassen und eine durchgehende Reihe Verlegehölzer an der Wand entlang legen, auf die die Enden der Verlegehölzer stoßen.

Bevor das Parkett verlegt wird, eine weitere Dampfsperrschicht aus 1 mm bis 1,5 mm dickem Polyethylen über die Verlegehölzer breiten, ohne die Folie zu spannen. Die Kanten der Folie müssen sich jeweils auf einem Verlegeholz überlappen. Die Folie darf keine Falten und keine Löcher aufweisen, vor allem zwischen den Hölzern. Den Parkettboden durch die Dampfsperre auf die Verlegehölzer nageln.

Vorbereitungen

Für einen Neubau oder eine Renovierung:

  • Sicherstellen, dass das Haus mindestens eine Woche lang bei 22 oC geheizt wurde.
  • Mit einem Hygrometer die Feuchtigkeit des Unterbodens aus Sperrholz messen; sie darf 12 % nicht übersteigen. Wenn sie zu hoch ist, die Heizung höher stellen und die Kellerfenster einen Spalt weit öffnen (1,25 cm).
  • Sockelleisten und Türschwellen ausbauen.
  • Den Unterboden gut festschrauben. Falls notwendig, einen Bitumenfilz (Dampfsperre) auslegen.
  • Vom unteren Ende der Türrahmen 2 cm absägen, um einen Hartholzriemen darunter schieben zu können.

Werkzeuge

  • Spezieller Haltholznagler, falls verfügbar (mit Gummihammer)
  • elektrischer Bohrer
  • Gehrungssäge, Kreissäge oder Fuchsschwanz
  • Tischlerhammer und Nageltreiber
  • Metermaß
  • Schlagschnur

Die Unterseite des Hartholznaglers und seinen Betriebszustand untersuchen,
damit er das Parkett nicht beschädigt.

Vorgehensweise

Das hier beschriebene Verfahren gilt nur als unverbindliches Beispiel. Es kann je nach verfügbaren Baumaterialien in jedem Land verschieden sein. Genaue Angaben bekommen Sie beim Hersteller oder Händler.

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Mit der Schlagschnur eine Richtlinie parallel zur Ausgangswand ziehen, für Riemen von 6,35 cm Breite in 10 cm Abstand, für Riemen von 8,25 cm in 11 cm Abstand von der Wand. Diese Richtlinie muss mit der Stoßwand einen rechten Winkel bilden. Es ist sehr wichtig genau im rechten Winkel zu beginnen.

  • Die Parkettriemen auswählen und im gewünschten Muster lose auf dem Boden auslegen. Die geradesten Stücke für die ersten beiden Reihen nehmen.
  • Die Parkettriemen immer sorgfältig auswählen. Riemen mit Fehlern müssen gekürzt werden.
  • Die Riemen mit der Federseite an der Richtlinie ausrichten. Die Nutseite muss einen Abstand von 2 cm zur Ausgangswand haben, um dem Holz Platz zum Dehnen zu lassen.
  • Zur Befestigung des ersten Riemens denselben 2,5 cm vom Ende und etwa alle 30 cm durchbohren, dann mit dem Tischlerhammer und dem Nageltreiber die Riemen in diesen Löchern annageln.
  • Den letzten Riemen dieser Reihe genau zuschneiden. Diesen Riemen lang genug auswählen, damit das Reststück den Anfang der nächsten Reihe bilden kann. Für alle Reihen einen Abstand von 2 cm zwischen der Stoßwand und dem Ende des letzten Riemens lassen.
  • Die nächste Reihe mit einem Riemen beginnen, der mindestens 15 cm länger oder kürzer ist als der erste Riemen der Vorreihe, damit die Fugen nicht alle auf derselben Linie liegen. Der Riemen wird befestigt, indem alle 20 cm oder 25 cm eine Loch im Winkel von 45° auf der Federseite gebohrt wird.
  • Die folgenden Reihen genauso anbringen, aber diesmal mit dem Hartholznagler. Die Handhabung dieses Naglers erst an Reststücken üben, um die zum Eintreiben der Nägel nötige Kraft zu bestimmen.

Für ein schöneres Aussehen durch Abwechseln der Riemenlänge die Fugen in gutem Abstand halten. Dies ist sehr wichtig damit man die Fugen der Riemenenden nicht so sieht.

  • Die letzten drei oder vier Reihen werden so verlegt wie die ersten beiden Reihen, da man hier nicht mehr den Hartholznagler verwenden kann weil hier die Wand zu nahe ist.
  • Bei der letzen Reihe die Parkettriemen längs so zuschneiden, dass auch hier ein Abstand von 2 cm zur Wand gehalten wird.
  • Sichtbare Nagellöcher mit einem Spezialwachs kaschieren.
  • Schließlich die Sockelleisten und die Türschwellen wieder einbauen. Die Sockelleisten nicht in das Parkett, sondern in die Wand nageln.

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